REISENSCHOTTLAND

Fotoreise: Isle of Skye (Teil 3)

Kaum zu glauben, aber wahr: hier habe ich endlich Teil 3 meiner Fotoreise auf die Isle of Skye für euch 😉 (wer’s verpasst hat: hier geht es zu TEIL 1 und TEIL 2). Wieder warteten einige Abenteuer auf uns! Dieses Mal unter anderem an den Fairy Pools, dem  Carbost Burn Waterfall und der Talisker Bay.

Eine echte Schottin

Heute standen die Fairy Pools auf dem Programm – für mich einer der beeindruckendsten Spots, an denen wir waren. Die „Anreise“ verzögerte sich allerdings um einen Moment, denn auf dem Weg dorthin sahen wir plötzlich auf einer Weide direkt an der Straße eine Highland-Kuh stehen. Die erste (und im Endeffekt auch einzige) während der gesamten Reise.

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Eine echte schottische Schönheit! Und so fotogen 🙂

Also: Vollbremsung, alle raus aus dem Auto und an den Zaun gestellt/gesetzt/gelegt 😆 Da war echt ein total fotoverrückter Haufen zusammen unterwegs.

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Oh ja, da haben sich ein paar Fotoverrückte gefunden. Raus aus dem Auto und ab an den Zaun!!

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg Foto

Nachdem wir alle unsere „Wildlife“-Fotos im Kasten hatten, ging’s weiter zu unserem eigentlich Fotospot: den Fairy Pools.

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Hinter jeder Ecke verbirgt sich ein neues Fotomotiv. (Canon EOS 70D / 13 mm / f 18 / 1/5 sec / ISO 100)

Eine wunderschöne Gegend! Zwei Flüsse schlängeln sich von einem Hügel herunter und in dem unebenen Gelände gibt es viele Schwellen, durch die unzählige Wasserfälle entstehen. Erst unten im Tal fließen die beiden Flüsse zusammen und weil der Parkplatz auf der gegenüberliegenden Seite liegt, muss man zwangsläufig mindestens einen der Flüsse überqueren, um zu den Wasserfällen zu gelangen. Alles ist Naturschutzgebiet, deshalb gibt es keine Brücken o.Ä., aber immer wieder große Steine in den Flüssen, über die man problemlos drüberlaufen kann. Eigentlich …

Da es auf der Isle of Skye verhältnismäßig viel geregnet hatte in den vergangenen Tagen, führten die Flüsse recht viel Wasser und die Steine, über die man normalerweise läuft, waren überspült. Es war nicht sonderlich tief, aber die Strömung war recht stark. und das Wasser war hier zumindest so hoch, dass man mit Schuhen nicht mal eben durchlaufen konnte, ohne nasse Füße zu bekommen. Nachdem wir aber auch an anderen Stellen keinen geeigneten Weg fanden, zogen wir getreu dem Motto der Fotoreise „Raus aus dem Alltag, rein ins Abenteuer“ unsere Schuhe aus und wateten barfuß durch den eiskalten Fluss. Wo ein Wille ist …

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Na dann halt Schuhe aus und barfuß durch den Fluss. Es hat sich gelohnt! Die Fairy Pools haben mich sehr beeindruckt.

Der Rest war ein Kinderspiel und wir wanderten die Wasserfälle erst einmal nach oben und „arbeiteten“ uns dann Stück für Stück fotografierend in kleinen Grüppchen (um uns gegenseitig nicht im Weg zu stehen) den Flusslauf herunter.

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Ein Wasserfall ist schöner als der andere! Hätte noch ewig weiterfotografieren können.
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So schlängelt sich der Fluss herab. Wir liefen erst ein Stück hoch und „fotografierten“ uns dann Stück für Stück herunter.

 

Ach, es war so toll, ich war total geflasht. So eine schöne Landschaft … Nebel in den Bergen, diese gelblich-bräunlichen Wiesen und das türkisfarbene Wasser, das sich die Hügel herunter schlängelt oder eben recht stürmisch über die Kanten „fällt“.

 

Weniger ist mehr

An dieser Stelle muss ich einfach noch einmal eine Empfehlung an alle aussprechen, die überlegen, auch mal eine Fotoreise zu machen: Ich merkte schon nach diesen paar Tagen, dass ich viel konzentrierter und entspannter fotografierte und nicht so viel „wild herumknipste“. Ein großer Unterschied! So wenige Fotos mach ich in solch einer neuen tollen Umgebung oder im Urlaub selten. Aber auch selten so gute. Ich konnte von dieser Reise echt einiges mitnehmen, auch wenn es natürlich noch soooo viel zu lernen gibt!

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Auch die Farben des Wassers – türkis vor der orangfarbenen/braunen Landschaft … einfach wunderschön! (Canon EOS 70D / 10 mm / f 16 / 0,4 sec / ISO 100)

Wir liefen also fotografierend den Weg wieder zurück, den wir gekommen waren und blieben wohl an jedem einzelnen Wasserfall stehen – weil wir uns nicht satt sehen konnten und um alle Motive „abzulichten“, die wir finden konnten. Auch das macht eben so eine Fotoreise aus: dass man überall stehenbleiben oder auch noch einmal zurücklaufen kann, um zu fotografieren. Sich so lange man will austoben darf, ohne dass jemand stresst, weil er weitergehen möchte. Schließlich war ein Wasserfall schöner als der andere und es hat sooo viel Spaß gemacht!

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Hätte mit strahlend blauem Himmel eine ganz andere Wirkung … hier passt das typisch schottische Wetter einfach perfekt!

Nachdem wir uns nach etwa 3 Stunden Fotopower unseren nächsten Burger mehr als verdient hatten 🙂 , ging es aber auch schon weiter zum nächsten Wasserfall – auch der letzte Tag wollte schließlich genutzt werden.

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Nicht ganz so fotogen wie „unsere“ Highlandkuh … diese Models rannten einfach viel zu schnell weg 😉

Carbost Burn Waterfall

Ich weiß nicht, wie viele Meter hier das Wasser die schwarzen Felswände herunter kracht, aber für mich war es auf jeden Fall wieder ein sehr beeindruckender Spot. Aber nicht einfach zu fotografieren – weißes Wasser vor schwarzer Felswand vor grauem Himmel. Uuuuund abgesehen vom fotografischen Können musste man erst einmal einen ziemlich steilen Abhang herunter (und später natürlich wieder rauf). Mit dickem Burgerbauch wohlgemerkt 😉

Fast die Kamera versenkt

Unten angekommen fanden wir es anfangs relativ schwierig, eine gute Komposition zu finden. Aber schon bald standen die ersten von uns mit Stativ im Wasser (das relativ reißend war) oder kletterten sogar ans andere Ufer. „Wenn die das können, kann ich das auch“, dachte ich mir und merkte aber, dass diese Idee vielleicht doch nicht sooo toll war. Es war wirklich sehr rutschig und ich hatte Glück, dass ich zwar schlitterte, mich aber gerade noch abstützen und die Kamera in die Höhe reißen konnte, anstatt sie im Bach zu versenken … Zum Umkehren war’s in dem Moment aber eigentlich auch schon zu spät… Um die Rückkehr würde ich mir später Gedanken machen 😅. Erst einmal fotografieren – dafür war ich schließlich herüber gekraxelt.

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Kein einfaches Motiv und ich war froh, nicht MIT Kamera im Bach zu landen: der Carbost Burn Waterfall (Canon EOS 70D / 14 mm / f 9.0 / 0,6 sec / ISO 100)

Für den Rückweg setzte ich auf die Hilfe meiner neuen Fotofreunde. Und so blieb meine Ausrüstung, die ich schon ans andere Ufer reichen konnte, zum Glück komplett heile und trocken – bis auf Wasser in den Schuhen hat alles doch noch wunderbar geklappt.

Finale

Kaum zu glauben, aber wahr: nun stand auch schon der letzte Spot unserer Schottland-Reise auf dem Programm: die Talisker Bay.

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Eine traumhafte Kulisse! Erkennt ihr in dem großen Fels auch einen Wolf der in den Himmel heult? (Canon EOS 70D / 17 mm / f 11 / 5 sec / ISO 100)

Eine ganz tolle Bucht – sehr steinig mit einem markanten Fels, der unser Hauptmotiv werden würde (erkennt ihr in der Silhouette auch einen Wolf, der gen Himmel heult? 🙂 ).

Wir, die nach vorne wollten, mussten uns etwas beeilen, um über die algen-glitschigen Felsen bis zum Wasser zu klettern, aber es hat sich mal wieder mehr als gelohnt. Auch wenn wir nicht allzu viel Zeit für das gute Licht hatten, die Flut kam und mir der Fuß beim Fotografieren einschlief, weil ich mir eine so unbequeme Position gesucht hatte und nur auf einem Bein stehen konnte … es war ein krönendes Finale dieser unglaublichen Tage!

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Da die Flut kam, mussten wir uns ein wenig beeilen. Nicht die bequemste Position und mir schlief der Fuß ein (weil ich nur auf einem Bein stand) … aber es hat sich wieder einmal gelohnt!
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Großes Finale einer wunderbaren Fotoreise: die Talikser Bay im Sonnenuntergang.

Auch als es schon dunkel war, wollte noch keiner so richtig nach Hause. Also machten wir noch ein paar Lightpainting-Aufnahmen.

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Ein weil wir einfach nicht genug kriegen konnten, probierten wir ganz am Schluss auch noch Lightpainting aus 🙂

Übersichtskarte

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Ausklang

Bevor wir uns ans Packen machten, gab es im Haus noch ein kleines Abschluss-/Feedbackgespräch: wir alle waren voller Lob für Lukas und Kathrin! Es waren intensive und anstrengende, aber eben sehr lehrreiche und vor allem wunderschöne und beeindruckende Tage gewesen. Die beiden waren die besten Guides, die wir uns hatten wünschen können und auch innerhalb der Gruppe war die Stimmung bis zum Schluss großartig.

Der Rest des Abends bestand – je nach Lust, Energie und Laune – aus fotografieren, relaxen, packen und schlafen. Denn nachts machten wir uns auf den Weg zurück nach Glasgow und von dort wieder zurück in die Heimat.

Ich kann also wirklich jedem, der sich für Landschaftsfotografie interessiert, diese Fotoreisen nur empfehlen! Ich hab sehr viel gelernt, jeden Moment genossen und obendrein auch noch tolle Leute kennengelernt. Was will man mehr? 

Ihr wollt auch auf die Isle of Skye und interessiert euch für detailliertere Beschreibungen der Fotospots? Hier geht’s z.B. zu den Lealt Falls und dem Quiraing.

2 comments

  1. Was für ein toller Reisebericht! Durch deine Erzählung und die wundervollen Fotos hat man das Gefühl auch dabei zu sein! Hast du ganz super gemacht!!

    1. Oh das freut mich aber sehr! Herzlichen Dank für das Lob 🙂
      Wenn es sich so anfühlt, hab ich mein Ziel erreicht!! Danke 🙂

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