Wie viele von euch schon wissen, war ich im Oktober vergangenen Jahres auf einer #jaworskyj-Fotoreise in Schottland – genauer gesagt auf der Isle of Skye. Und weil ich so viel zu erzählen und zu zeigen hab, mach ich aus diesem Reisebericht drei Teile. Los geht’s mit dem ersten:

Gebucht hatte ich also eine 6-tägige Fotoreise, bei der sechs fotoverrückte Teilnehmer mit zwei Guides die coolsten Fotospots der Insel unsicher machen sollten. Ein paar Tage nur fotografieren, Leute kennenlernen, über Fotografie quatschen, atemberaubende Landschaften sehen, große und kleine Abenteuer erleben und sich um nichts weiter kümmern müssen als um das schönste Licht, die beste Komposition und richtige Kameraeinstellung. Das waren meine bescheidenen Erwartungen an die Reise 😉 Und sie wurden definitiv nicht enttäuscht, sondern noch übertroffen.

Anreise

Wir trafen uns alle – nach mehr oder weniger abenteuerlichen Anreisen – am Flughafen in Glasgow, wo Lukas (unser Guide) und Kathrin (Assistenz bzw. Guide Nr. 2) uns einsammelten. Während der nächtlichen Abenteuerfahrt bei typisch schottischem Regenwetter hatten wir Zeit für ein erstes Kennenlernen untereinander und schon da stellte sich heraus, dass wir eine echt coole und ein wenig verrückte Truppe werden würden 🙂

Mitten in der Nacht kamen wir in unserem Haus, das wir ganz für uns allein hatten, an. Wo genau, wussten wir im ersten Moment gar nicht – es war ja stockdunkel und wir müde – aber nach einer Mütze Schlaf war der erste Ausblick am nächsten Morgen umso schöner (hochkant gefilmt für die Insta-Story 😉 ):

So stellt man sich Schottland vor, oder?

Stürmischer Coral Beach

Nach gemütlichem Frühstück und erstem Equipment-Check ging’s mittags auch schon los zu unserem ersten Spot: dem Coral Beach. Das schottische Wetter zeigte sich gleich von seiner wilden Seite: Es war sehr windig und regnete, aber wir fuhren trotzdem hin und marschierten zum Strand.

Auf dem Weg zum Coral Beach – Natur pur!

Auch wenn es zum „richtigen“ Fotografieren nicht passte, war der Coral Beach ein Erlebnis!

Um in aller Ruhe Kamera und Stativ aufzubauen, war es zwar leider wirklich zu stürmisch und nass, aber so übten wir einfach ein wenig die Handyfotografie, genossen die Landschaft, Meerluft und „Naturgewalten“, beobachteten Vögel, die trotz des Sturms immer und immer wieder wie Pfeile ins Wasser stießen, um Fische zu fangen. Bei dem Versuch auf einen kleinen Hügel an der Küste zu kraxeln, musste man sich tatsächlich konzentrieren, nicht von einer Böe erwischt und umgeworfen zu werden. DAS SCHOTTLAND-ABENTEUER HATTE BEGONNEN!

Da musste man glatt aufpassen, nicht weggepustet zu werden :-)

Oben auf dem Hügel pfiff der Wind noch mehr.

Nachdem wir auch den Rückweg alle gemeistert hatten – Gegenwind und Sandpeeling inklusive – fuhren wir zurück zur Unterkunft, wo wir es uns wetterbedingt den Rest des Tages gemütlich machten. Aber so hatten wir die Chance, uns von Lukas seinen Bildbearbeitungs-Workflow in Lightroom zeigen zu lassen und ihn mit all unseren Fragen dazu zu bombardieren.

Nach einem gemeinsamen Abendessen fielen wir alle früh ins Bett, denn wir wollten schließlich fit sein für den nächsten Tag!

Sonnenaufgang und Wasserfall

Morgens um 6 Uhr ging’s also los zu den Lealt Falls, um den Sonnenaufgang zu fotografieren (eine genaue Beschreibung des Spots und noch mehr Fotos findet ihr HIER). Ein spannender Spot mit Bachlauf, der ins Meer führt, weiter unten die Ruine einer alten Fabrik und weite Sicht über das Meer. Ein bisschen Kraxelei und Kreativität gehörten dazu, um den richtigen Platz für Kamera und Stativ zu finden, aber dann sahen wir die Sonne (fast) direkt aus dem Meer aufsteigen.

Nur ein paar Wolken verhinderten, dass die Sonne direkt aus dem Meer aufstieg.

Sonnenaufgang an den Lealt Falls. (KLICK zum Vergrößern!)

Auch nach dem Sonnenaufgang hatte der Spot noch einiges zu bieten, denn wir liefen den Bachlauf weiter hoch zu einem großen Wasserfall, an dem wir uns weiter „austoben“ konnten. Ich hatte bis dahin tatsächlich noch nie einen Wasserfall fotografiert, aber ich liebte es sofort! 🙂

Und so war jeder von uns total in seinem Element – jeder stand halb im Wasser oder balancierte auf einem „Steinchen“, um aus der besten Perspektive DAS Bild zu fangen. Was für ein Spaß! 🙂 Wir fotografierten so lange, bis die Sonne um die Ecke blitzte und eine gute Belichtung unmöglich machte.

So macht Landschaftsfotografie am meisten Spaß!

Lukas Voegelin gibt alles fürs Foto 😉

An den Lealt Falls konnten wir uns zum ersten Mal richtig austoben.

Hinter den Kulissen.

Endlich mal Wasserfälle fotografieren – ich liebe es!

Lealt Falls – 10 mm // f13 // 0,4 s // ISO 100 (KLICK zum Vergrößern!)

Zwischenstopp am Ende des Regenbogens

Weiter ging’s zum 90 m hohen Kilt Rock, der seinen Namen daher hat, dass die Farben denen eines Schottenrocks ähneln. Auch hier gibt es einen riesigen Wasserfall – den Mealt Fall –, aus dem sich das Wasser 55 m in die Tiefe stürzt. Eigentlich wollten wir hier nur einen kurzen Zwischenstopp machen, da man „nur“ von einem Viewpoint aus die Aussicht genießen kann. Aber wir hatten großes Glück, denn genau als wir ankamen zeigte sich ein riesiger Regenbogen! Habt ihr schon einmal so einen „Dreiviertel-Regenbogen“ gesehen?

Regenbogen am Kilt Rock

Mealt Fall und im Hintergrund der Kilt Rock.

 

Regenbogen am Kilt Rock

Regenbogen am Kilt Rock

Location-Scouting am Quiraing

Nach diesem beeindruckenden Naturschauspiel war unser nächster Halt der Quiraing: eine Hochebene, zu der wir am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang wiederkommen wollten. Es war wieder wahnsinnig stürmisch und wir nutzen die Zeit einfach, um zwar ein paar Fotos zu machen, vor allem aber zum Location-Scouting. So würden wir am nächsten Morgen schon einigermaßen wissen, wo wir uns für unseren Sonnenaufgangsshot platzieren würden. Denn wenn sich der Himmel einmal verfärbt, kann es unter Umständen sehr schnell gehen, dass der Zauber wieder vorbei ist.

Aussicht am Quiraing.

Der wunderschöne Quiraing.

Hier lernten wir wieder einmal, dass es sich lohnt, sich auf einen Spot einzulassen und in Ruhe mal von links nach rechts zu laufen, um zu sehen, was man so entdeckt. Denn trotz der beeindruckenden Landschaft sah es auf den ersten Blick aus fotografischer Sicht fast ein wenig „langweilig“ bzw. nicht so vielfältig aus. Aber wenn man ein wenig die Augen aufhielt, entdeckte man kleine Blümchen und Heidekraut, Felsspalten oder bizarre Felsformationen, die aussahen wie eine Szene aus „Herr der Ringe“.

Panorama am Quiraing – eine Landschaft wie in "Herr der Ringe"

Im Hintergrund zieht schon wieder neuer Regen auf … (KLICK zum Vergrößern!)

Allerdings erwischte uns hier wieder einmal das „schottische Wetter“ mit voller Wucht: stürmisch war es die ganze Zeit, aber wir kamen bei einem Sonne-Wolken-Mix an und als wir gerade dabei waren, uns mit unseren Kameras einzurichten, schüttete es auch schon wieder wie aus Eimern … Trotzdem blieben wir natürlich noch ein wenig dort, fotografierten und genossen einfach mal die Aussicht. Ein tolles Fleckchen Erde!

So macht man die Kathrin froh!

Da bin ich doch glatt im 7. Foto-Himmel 🙂 – Danke an Kathrin Peschel für das Bild!

Welcome to the Jungle

Durchgefroren, vom Wind durchgeschüttelt und recht nass ging es zurück zum Auto und weiter zum nächsten Spot, dem Rha Waterfall. Ein – im Vergleich zu den vorherigen –kleinerer Wasserfall, der recht zwar nah an der Straße, aber gut versteckt im Wald lag. Dschungel-Atmosphäre auf der Isle of Skye 😉

Dschungel-Atmosphäre in Schottland

Rha Waterfall – 10 mm // f7,1 // 0,6 s // ISO 100 (KLICK zum Vergrößern!)

Für uns als Gruppe war der Platz dort etwas eng, aber wir teilten uns auf, so dass doch jeder mit einem guten Foto wieder zur Unterkunft zurückkehren konnte.

Rha Waterfall auf der Isle of Skye

Welcome to the Jungle! (KLICK zum Vergrößern!)

Unser 10-Minuten-Spot

Nach so vielen Eindrücken, Spots und Fotos fuhren wir nun erstmal „nach Hause“ zurück, um ein wenig die Füße hochlegen zu können. Oder zu schlafen. Oder die ersten Fotos auf die Laptops zu ziehen und Back-Ups zu machen. Oder … doch zu fotografieren?!? 😉

Wir saßen gemütlich im Wohnzimmer rum, als der Himmel aufriss und sich ein schöner Sonnenuntergang anbahnte. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!! Und so rannten ein Teil der Gruppe und ich in die Zimmer, holten unsere Kameras, schmissen uns ins Auto und düsten mit Lukas die Küste entlang bis zu der Bucht, die man von unserem Haus aus sehen konnte. Ohne zu wissen, ob es klappen würde mit dem Sonnenuntergang und ob wir eine gute Stelle finden würden. Aber: no risk, no fun! Und wie sagt Ben Jaworskyj immer so schön?

Um Fotos zu haben, die sonst keiner hat, musst du Dinge tun, die sonst keiner tut. 😉

Und auch hier wurden wir belohnt: wir fanden ein Gatter im Stacheldrahtzaun, durch das wir zum Meer laufen konnten und sollten etwa 10 Minuten Zeit zum Fotografieren haben.  Erstens, weil das Licht dann weg sein würde und zweitens, weil dann Abfahrt zum Abendessen sein sollte, wo wir einen Tisch reserviert hatten. Ich hab noch nie so schnell mein Stativ aufgebaut und die Filter aufgeschraubt 😂 Dafür ist das Bild aber doch ganz gut geworden, oder? 😉 Der 10-Minuten-Spot hat sich auf jeden Fall gelohnt! 

Na, dafür hat sich der "Stress" doch gelohnt, oder?

Unser 10-Minuten-Spot 😉 – 12 mm // f16 // 0,8 s // ISO 100 (KLICK zum Vergrößern!)

Zauberhafter Abend

Anschließend fuhren weiter zu einem kleinen Pub/Restaurant, in dem wir uns nach so einem abenteuerlichen Tag mit leckren Burgern belohnten. Aber auch jetzt hatte die Isle of Skye noch zwei Überraschungen für uns parat: Denn als wir vollgefuttert aus dem Pub rauskamen, war über uns ein Sternenhimmel, wie ich ihn noch nie in meinem Leben gesehen hab. Die Milchstraße leuchtete über uns und war zum Greifen nah … unbeschreiblich schön! 🙂 Leider kann ich euch von diesem Moment allerdings keine Fotos zeigen, da tatsächlich niemand von uns seine Fotoausrüstung dabei hatte! Wir wollten doch nur zum Essen fahren …

Bis wir zurück an der Unterkunft waren, zogen leider schon wieder Wolken auf und die Milchstraße verschwand. Dennoch holten wir unsere Kameras und richteten sie in den Himmel. Die Milchstraße war kaum noch zu sehen, aber irgendjemand von uns fragte plötzlich, welche Stadt denn da am Horizont so leuchten würde. Na, keine … auf der Isle of Skye gibt es keine großen Städte. Und schon gar nicht solche, deren Lichterschein man am Horizont sehen könnte. Was wir da ganz schwach mit bloßem Auge und durch die Kamera etwas stärker sehen konnten, waren tatsächlich Nordlichter! Seeeehr schwach und nur für einen kurzen Moment, aber ihr könnt euch vorstellen, dass wir trotzdem alle völlig begeistert waren!

Ein leichter grüner Schimmer am Himmel ...

Man sieht sie nur ganz leicht, aber …. NORDLICHTER!!

Sooo … das war erst der erste Teil meines Schottland-Berichts. Könnt ihr noch? 😉 HIER geht’s zu Teil 2 des Schottland-Abenteuers!

Noch mehr Reiseberichte findet ihr HIER. Noch mehr Schottland? BITTESEHR! 🙂

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