Er gilt als einer der schönsten Plätze Berlins, ist aber gar nicht so einfach zu fotografieren.

Ich kann der Aussage über die Schönheit des Gendarmenmarkts nicht widersprechen. Es ist schon ein ganz besonderes Flair dort – irgendwie fühlt man sich sofort ein paar Jahrhunderte zurückversetzt. Der Deutsche Dom auf der linken, der Französische Dom auf der rechten Seite und in der Mitte thront das Berliner Konzerthaus mit seiner imposanten Treppe und dem roten Teppich. Dazu kommt das Schillerdenkmal und diese hübschen „antiken“ Straßenlaternen … wunderschön.

Französischer Dom, Gendarmenmarkt Berlin

Nicht sooo einfach zu fotografieren: der Gendarmenmarkt Berlin

Deutscher Dom am Gendarmenmarkt Berlin

Zeitreise in Berlin. Der Gendarmenmarkt hat ein ganz besonderes Flair.

Dom oder nicht Dom?

Wusstet ihr, dass die Freitreppe des Konzerthauses gar nicht zum Eingang führt? Sie ist eigentlich nur ein Schmuckstück, die Eingänge befinden sich unten neben der Treppe. Und die beiden „Dome“ heißen wegen des französischen Wortes „dôme“ (= Kuppel) Dom. Nicht etwa, weil es prächtige Kirchen und Bischofssitze sind.*

All das tut der Schönheit natürlich keinen Abbruch, macht den Gendarmenmarkt aber leider immer noch nicht leichter zu fotografieren. Ein paar Dinge wollen beachtet werden:

Fotografietipps:

Der beste Standpunkt ist natürlich vor dem Konzerthaus, um einen Überblick über den gesamten Platz zu bekommen. Allerdings nutzt hier leider auch das beste Weitwinkel nichts, da man nicht weit genug nach hinten gehen kann. Um den gesamten Platz auf ein Bild zu bekommen, muss ein Panorama her. Meins ist zum Beispiel zusammengesetzt aus zehn Bildern.

Panorama Gendarmenmarkt Berlin

Um den gesamten Platz auf ein Bild zu bekommen, bastelt man am besten ein Panorama. Gendarmenmarkt ohne Menschen? Auch ich werde irgendwann noch einmal früh morgens oder spät abends wiederkommen 🙂

Aber auch sonst lässt sich natürlich mit Perspektiven und Blickwinkeln spielen. Oder beim in diesem Fall typisch deutschen Osterwetter mal nach Pfützen zum Spiegeln Ausschau halten.

Spiegelung Französischer Dom, Gendarmenmarkt Berlin

Pfützen eignen sich eigentlich immer um mit den Spiegelungen zu spielen.

Deutscher Dom und Detailaufnahme am Gendarmenmarkt Berlin.

Immer mal neue Perspektiven und Blickwinkel ausprobieren. So kann man von jedem Fotospot spannende Bilder mit nach Hause nehmen.

Bei dem linken Foto lag ich übrigens schon halb unter einem parkenden (!) Auto, um den Winkel Pfütze + Dom hinzukriegen (sehr zur Freude der Kiosk-Besucher, die rechts von mir standen 😉 ). Ganz hab ich’s nicht geschafft, die Turmspitze jeweils draufzubekommen, aber bin trotzdem ganz zufrieden mit dem Foto.

Wecker stellen!

Ein kleines Problem gibt es beim Gendarmenmarkt – wie so oft in Großstädten: ihr werdet immer Menschen(massen) auf dem Platz haben, die euch durchs Bild laufen. Oder eben geparkte Autos rund um den Platz. Wahlweise auch Dreharbeiten … Versucht also am besten ganz früh oder ganz spät hinzukommen. Wenn das zeitlich nicht funktioniert – gerade bei Städtetrips sind die Tage ja oft sehr vollgestopft – , hilft es auf jeden Fall ein Stativ und ND-Filter mitzunehmen, um die Leute „verschwinden“ zu lassen. Hat bei diesem Bild fast geklappt 😉

Langzeitbelichtung am Konzerthaus Berlin, Gendarmenmarkt

Mit einer Langzeitbelichtung Leute „wegzaubern“ … manchmal klappt’s (fast) – 10 mm / f14 / 25 s / ISO 100

Hinkommen:

Adresse:
mit der U2 bis Hausvogteiplatz oder Stadtmitte;
oder der U6 bis Französische Straße

 

Wie ihr seht, war auch ich noch nicht zur „richtigen“ Zeit dort (Sonnenaufgang oder blaue Stunde zum Beispiel), hab es aber definitiv auf meiner endlos langen Bucketlist stehen. Solange heißt es wie immer: das Beste aus den Bedingungen machen, die gerade gegeben sind, und trotzdem zufrieden mit einigen Fotos auf dem Chip nach Hause gehen😃 Viel Spaß beim Ausprobieren!

Der Deutsche Dom am Gendarmenmarkt.

Der Deutsche Dom am Gendarmenmarkt.

*Diese und noch viele weitere Infos gibt es in dem wunderbaren Berlin-Reiseführer von Dumont. Für einen kurzen Städtetrip fast zu umfangreich, aber wer länger oder öfter nach Berlin kommt, bekommt hier unheimlich viele wertvolle (Hintergrund-)Infos!

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken